VR als remote-Therapiemöglichkeit: eine Alternative in Zeiten von Corona?

Aktualisiert: Jan 4

Egal wo ich hinschaue, überall dominiert das Corona-Virus momentan das tägliche Leben. Das betrifft natürlich auch unsere Kunden bei VirtuallyThere: auch im Berufsalltag von Psychotherapeut:innen ist COVID-19 immer mehr präsent. Aushänge und verschärfte Hygienemaßnahmen in den Praxen. Kein Händeschütteln mit den Patienten zur Begrüßung. Seminare werden abgesagt oder in Webinare umgewandelt.


In dieser Situation sind remote-Therapiemöglichkeiten über Video und mittels Virtual Reality in aller Munde. Können solche Formate in der aktuellen Situation eine Alternative sein? Therapie auf Distanz, ohne direkten oder gar persönlichen Kontakt zwischen Therapeut und Patient?

Vor kurzem berichtete das Deutsche Ärzteblatt: Versicherte der Techniker Krankenkasse können sich gegen Angststörungen auch digital per App und Virtual Reality in den eigenen vier Wänden behandeln lassen. Die Patienten werden dabei nach einem persönlichen Erstgespräch vier Wochen lang app-gestützt mit Schulungsvideos und digital angeleiteten Übungen behandelt. Dazu gehören auch Konfrontationsübungen mittels Virtual Reality über eine VR-Brille. Das bietet einen entscheidenden Vorteil: die Patienten müssen nicht wochen- oder monatelang auf einen Therapieplatz warten. Die knappen Ressourcen werden durch VR-Technologie sozusagen skaliert. Gleichzeitig muss kaum persönlicher Kontakt stattfinden und die Übertragungsmöglichkeiten des Virus werden reduziert.


Mit Virtual Reality können Verhaltenstherapeuten Settings für die Therapie herstellen - auf Knopfdruck, in der Praxis

Nun sind wir bei VirtuallyThere sind selbstverständlich große Fans von Virtual Reality - sondern würden wir ja nicht das tun, was wir tun 😊 Und VR kann einen wirklichen Mehrwert für die therapeutische Praxis liefern. Das ist nicht nur wissenschaftlich gut belegt und auch in der aktuellen S3 Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen empfohlen, sondern das zeigt uns auch das positive Feedback unserer Nutzer (für das wir immer wieder sehr dankbar sind!). Ich bin jedoch überzeugt: Virtual Reality gehört in die Hände kompetenter Therapeut:innen. Fachleute, die den Patienten und seine Vorgeschichte persönlich kennen und beurteilen können. Die auf Veränderungen im Therapieverlauf eingehen können. Denn was geschieht, wenn der Patient mit seiner App alleine ist und es ihm schlechter geht? Selbst wenn er eine Notfallnummer anrufen kann – gerade Personen mit psychischen Problemen neigen dazu, das Problem bei sich selbst zu vermuten. Sie suchen keine Hilfe und brechen die Therapie möglicherweise sogar ab.

Deshalb betrachten wir bei VirtuallyThere Virtual Reality nicht als Therapieform per se, sondern als Werkzeug für Therapeutinnen und Therapeuten. Unsere wichtigsten Kunden sind niedergelassene Psychotherapeuten, denen wir eine VR-Mediathek bereit stellen- mit speziell konzipierten Inhalten, und ohne teure oder komplizierte Ausrüstung zu nutzen. Je nach Krankheitsbild und Therapiephase kann es natürlich auch sinnvoll sein, VR zu Hause beim Patienten einzusetzen – um kontinuierlicher zu arbeiten oder „Soforthilfe“ im Alltag zu bieten. Doch das sollten der betreuende Therapeut gemeinsam mit dem Patienten erarbeiten. Eine Alternative für die persönliche Betreuung kann VR also aus meiner Sicht nicht sein. Wohl aber eine sinnvolle Ergänzung.


Auch die Ansteckungswahrscheinlichkeit durch das Corona-Virus (und andere Risiken beim praktischen Üben draußen!) lässt sich durch den Einsatz von Virtual Reality reduzieren: virtuelle Settings ersetzen Expositionsübungen außerhalb der Praxis. Dadurch bieten sie Patienten mehr Sicherheit und reduzieren auch nachweislich die Hemmschwelle, sich überhaupt auf eine Konfrontationstherapie einzulassen.

A propos remote arbeiten! Unser Virtual Reality-System lässt sich VR tatsächlich relativ einfach auch remote, im Rahmen einer Videotherapiesitzung oder als "Hausaufgabe" für den Patienten nutzen oder um Abwesenheiten zu überbrücken - und zwar ohne dass Patientendaten übertragen oder gespeichert werden. Und das funktioniert dann so: Du nennst uns einfach zwei Tage vor dem gewünschten Termin die VR-Videos, die Du einsetzen möchtest. Wir erstellen speziell für Dich einen passwortgeschützten Link, über den Dein Patient diese Umgebungen dann (zeitlich begrenzt) nutzen kann. Deinem Patienten musst Du in dem Fall natürlich zutrauen können, dass er das Handling der Virtual Reality-Brille technisch selbstständig hinbekommt. Und: Ihr solltet mit der Therapie bereits so weit fortgeschritten sein, dass Dein Patient sich emotional selbst regulieren kann, falls die Verbindung zu Dir abbrechen sollte. Womit wir wieder dabei sind: Virtual Reality ist selbst keine Therapie, sondern muss unbedingt von erfahrenen Therapeuten angeleitet werden.


Wenn Du jetzt mehr darüber wissen möchtest, wie unser System funktioniert: Lade Dir hier unseren kostenlosen Virtual Reality-Guide herunter!


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