Hund auf Bestellung: Konfrontationstherapie in Virtual Reality

Aktualisiert: Sept 8

Seit über 15 Jahren ist Nadine Mühleisen Hundetrainerin aus voller Leidenschaft. Sie weiß: es gibt nie die eine Lösung. Jeder Hund ist individuell und trifft in jeder Sekunde seine eigenen Entscheidungen. Deshalb müssen Hundetrainer - und natürlich auch die Hundehalter! - auf jede Situation flexibel und angepasst reagieren können. Das Trainingsgelände ihrer Hundeschule im Ländle liegt malerisch in den steilen Weinbergen von Untertürkheim außerhalb des Stuttgarter Talkessels. Ihr Hund Barney und Pflegehund Leila schnüffeln eifrig im Unterholz der umliegenden Büsche herum.

Hund mit Frau und Mann im Weinberg
Nadine Mühleisen von der "Hundeschule im Ländle" beim Dreh mit Frank von VirtuallyThere und Hund Leila

Nadine bekommt häufig Anfragen von Verhaltenstherapeuten, die sie um Unterstützung bei Expositionen bitten. "Ich habe das ein paar mal ausprobiert. Aber die Arbeit mit Hunden ist einfach schwer planbar - mal sind sie zu müde, bellen nicht wie gewünscht oder sind einfach unkonzentriert. Dann war der ganze Aufwand für alle Beteiligten umsonst." Als wir sie fragen, ob sie mit ihren beiden Hunden bei 360°-Aufnahmen für unsere Virtual Reality-Mediathek mitmachen würde, ist sie dagegen sofort dabei. Denn wir können ausprobieren, welche Einstellungen am besten funktionieren, ohne dass es für einen Patienten sofort klappen "muss". Nach knapp zwei Stunden haben wir fünf Sequenzen im Kasten: die Hunde spazieren an der Kamera vorbei, tollen um den Betrachter herum und bellen hinter einem Gartentor.


Über 300 Aufnahmen speziell für verhaltenstherapeutische Expositionen umfasst unsere Mediathek inzwischen - von Höhe über Autofahren, Menschenmengen, Spritzen, Schlangen und eben Hunde. Knapp 30 Verhaltenstherapeuten sind bereits dabei, das Angebot zu testen. In Virtual Reality sind die gewünschten Situationen auf Knopfdruck verfügbar. Und die Situationen können beliebig oft wiederholt und so eingesetzt werden, wie der Therapeut sie gerade für den Patienten benötigt: ein Hund, der ruhig vorbei läuft oder wild bellt. Die Schlange windet sich wahlweise in einigem Abstand auf dem Tisch oder in den Händen des Betrachters. Höhe erfahren beim überqueren einer Hängebrücke, auf einem Turm oder einem Riesenrad. Autofahren im stockenden Stadtverkehr, im Regen auf der Autobahn, im Tunnel oder im Stau, eingerahmt zwischen mehreren LKWs.


Entscheidend ist dabei: Du als Therapeut:in wählst die passenden Szenarien für den jeweiligen Patienten aus. Denn Du kennst die Diagnose, hast das Therapieziel erarbeitet und beobachtest seine Reaktionen. Und anstatt Termine in der Hundeschule zu vereinbaren oder Deine Zeit mit der Anfahrt zu verbringen kannst Du die gewünschten Umgebungen in Virtual Reality auf Knopfdruck herstellen. Und so mehr Zeit direkt mit Deinen Patient:innen verbringen.


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